Mia Leoni

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Mit 9 schrieb ich Pferdegeschichten … bis maximal Seite 5.
Mit 14 schrieb ich Teeniegeschichten … bis maximal Seite 10.
Dann kam lange Zeit nichts. Da waren andere Dinge wichtiger.
Irgendwann fing ich wieder an, mir Geschichten auszudenken, Handlungsstränge auf Papier zu bringen und mir sogar schon Namen für die Charaktere auszudenken. Aber darüber hinaus bin ich nie gekommen.
In meinem Hinterkopf spukte immer der Gedanke: Wie zum Teufel schaffe ich es, bei einem Verlag unterzukommen?
Während meiner Schwangerschaft habe ich die liebe Jennifer J. Grimm über ein Forum kennengelernt, denn sie erwartete zum gleichen Zeitpunkt ein Baby. Ich hatte eine echte Autorin kennengelernt! Von ihr habe ich mir unheimlich viele Tipps geholt, wie man ein Buch selbst veröffentlicht – ohne Verlag.
Gut, dachte ich, dann kann ich ja jetzt auch mal loslegen! Im Juli 2014, in meiner Elternzeit, begann ich zu schreiben und war Ende Januar 2015 endlich bereit für die Veröffentlichung meines ersten Romans. Mir war klar, dass er kein Bestseller wird, und dass ich mich noch weiterentwickeln muss, aber die vielen lieben Menschen, die ich bei Facebook kennengelernt habe, motivieren mich jeden Tag aufs Neue weiterzumachen. Teil 2 meines Erstlings ist also schon in der Pipeline und erblickt im Spätsommer das Licht der Welt.
Nebenher arbeite ich bereits an einem weiteren Projekt. Der Zusammenschluss mit meinen vier Kolleginnen Emma Wagner, Lana N. May, Violet Truelove und Jo Berger zu den Amor’s Five war eine meiner besten Entscheidungen. Gemeinsam werden wir ab Herbst diesen Jahres eine Romanreihe auf den Markt bringen, zu der ich den fünften und letzten Teil beitrage. Das Projekt ist zeitaufwendig, aber witzig und wird ohne Frage genial. Meine Lektorin, die liebe Textehexe Susanne Pavlovic, hat mir mit ihrer positiven Kritik der ersten geschriebenen Seiten auch unheimlichen Mut gemacht.
Über eine weitere Entscheidung in meinem Autorendasein bin ich total glücklich: beim „Autorensofa“ dabei zu sein. So viele liebenswerte Kolleginnen … und einen Kollegen … habe ich kennengelernt, und die Gemeinschaft, die inzwischen daraus entstanden ist, macht mich sehr stolz. Ich bin stolz, dabei sein zu dürfen.

Eben habt ihr erfahren, wie ich zum Schreiben gekommen bin. Nun wird es etwas persönlicher.

Der Mensch hinter einem Pseudonym ist ja das Interessante. Denn Mia Leoni ist natürlich nur ein Pseudonym. Wie ich darauf gekommen bin? Nun, Mia stand auf der Namenswunschliste meines Mannes und mir für unsere ungeborene Tochter ganz weit oben. Letztendlich habe ich mich unter Wehen im Kreißsaal durchgesetzt, und wir haben die Maus Isabella genannt – mein Favorit seit ich denken kann. Mia ist und bleibt aber ein wunderschöner Name und Leoni kommt von meinem Sternzeichen Löwe. So einfach ist das.
Geboren und aufgewachsen bin ich in Erfurt in der ehemaligen DDR. Entgegen allen Vorstellungen hatten wir immer ausreichend Bananen – mein Papa war Gemüsehändler – aber im Laden gab es auch Obst 😉
Die Wende habe ich mit sechs Jahren nicht bewusst erlebt. Für mich hatte sich nicht viel geändert, außer dass es jetzt Nutella gab (die ich nicht mag) und wir nicht mehr jedes Jahr nur nach Ungarn in den Urlaub fahren mussten. Wobei Ungarn ein wunderschönes Land ist, das ich danach noch immer gern besucht habe.
Nach dem Abitur wurde mir Erfurt allerdings zu klein. Ich wollte cool sein und „in den Westen“. So packten meine Schwester und ich die Koffer und zogen nach Frankfurt am Main. Wunderbare sechs Jahre habe ich dort verbracht. Dann war es aber an der Zeit, in die Heimat zurückzukehren. Die beste Entscheidung meines Lebens! Ich bin mit meinem heutigen Mann zusammengekommen, wir haben im Juli 2012 geheiratet und im September 2013 unsere süße kleine Tochter bekommen.

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Nun möchte ich euch noch ein wenig über meinen Erstling erzählen.

Die Idee ist mir ironischerweise auf Hochzeitsreise gekommen. Warum das ironisch ist? Nun ja, es geht um einen Seitensprung. In dieser Beziehung möchte ich mich ausdrücklich von meiner Protagonistin distanzieren. Obwohl ich sie ansonsten richtig dufte finde 😀
Erst anderthalb Jahre später allerdings habe ich die Zeilen zu Papier gebracht. Die Handlung verfrachtete ich nach Florida, weil ich natürlich selbst schon einmal dort war – das war 2010. Erinnert ihr euch zufällig an den Ausbruch des Vulkans Eyjafjalla-Dingsbums auf Island? Ja, da hingen wir dann in den USA fest, weil einige Tage lang alle Flüge nach Europa gestrichen worden waren. Böse drum war ich nicht – wir hatten ein paar tolle Extra-Tage Urlaub und konnten uns noch ein wenig mehr des wunderschönen Sonnenstaates ansehen. Ich durfte sogar ein Radiointerview über Unterwäschemangel und ungeduldige Chefs in der Heimat geben. Als dann aber noch die BP-Bohrinsel Deepwater Horizon explodierte, und das Öl den traumhaften Strand der floridianischen Westküste bedrohte, haben wir uns vom Acker gemacht.
Viele Orte, die meine Figuren im Roman besuchen, habe ich selbst gesehen. Andere wiederum nicht. Es hat aber unheimlich Spaß gemacht, diese Orte per Google Street View zu erkunden oder Informationen im Internet herauszusuchen. Ich glaube, ich habe mehr Zeit mit der Recherche als mit dem Schreiben verbracht. Umso mehr freuen mich dann die Kommentare in den Rezensionen, wie sehr man sich wünscht, in Florida zu sein, wenn man diese Zeilen liest.

Mehr zu Mia gibt’s auch hier auf unserem Sofa!

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